Das "Schwarze Schaf" im Juni: 99downloads.de


Posted on 30. Juni 2009

München, 30. Juni 2009. Im Internet lauern viele schwarze Schafe, die versuchen, mit dem Angebot kostenloser Software ein lukratives Geschäft zu machen. Dazu zählt auch die Seite 99downloads.de. Wie gleich mehrere User OpSec (vormals P4M- Die InternetAgenten) in diesem Monat mitteilten, wurden sie für das Downloaden von Freeware in ein kostenpflichtiges Abo gelockt. Dies veranlasste die Mitarbeiter von OpSec, dem Betreiber der Seite den Negativ-Preis „Das Schwarze Schaf“ für den Monat Juni zu verleihen.

99download.de bietet nach eigenen Aussagen 99 der gängigsten Free- und Software zum Download an und wirbt damit, dass die Software zu 100 Prozent virenfrei sei. Doch wer glaubt, die dort angebotene Freeware kostenlos herunterladen zu können, täuscht, denn für die Nutzung des Services verlangt die Betreiberfirma 60 Euro. Diese Gebühr für ein Jahresabo schien jedoch laut Verbrauchermeldungen bis vor kurzem nicht klar auf der Seite sichtbar ausgewiesen zu sein, so dass die betroffenen User erst davon erfuhren, als sie per E-Mail eine Rechnung erhielten. Wie Verbraucher OpSec meldeten und wie aus verschiedenen Internetforen zu entnehmen ist, gelangt man häufig über so genannte Landingpages zu 99downloads.de, auf denen der Hinweis auf die Gebühren teilweise versteckt oder widersprüchlich ist. Zudem erscheint der Hinweis laut verschiedener Meldungen auch nicht direkt, wenn man zu 99downloads.de weitergeleitet wird. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass es den Verbrauchermeldungen zufolge schwierig ist, der Firma den Widerruf des Abonnements zukommen zu lassen. Zudem scheint der Betreiber die Widerrufsfrist nicht einzuhalten bzw. diese bereits vor der Frist als abgelaufen zu bezeichnen. Zahlten die betroffenen User nicht, so erhielten sie Mahnungen und Drohungen von Inkassofirmen.

„Besonders dreist ist, dass User für Software, die vom Hersteller kostenlos angeboten wird, zahlen sollen. Somit steht die Gebühr, die der Betreiber erhebt, in keinem Verhältnis zur angebotenen Leistung“, sagt Wolfgang Greipl, einer der Geschäftsführer von OpSec Security. „Wir empfehlen Verbrauchern, Software am besten direkt auf der offiziellen Website des Herstellers bzw. Anbieters herunter zu laden, um eventuellen Ärger mit Anbietern wie 99downloads.de zu vermeiden.“

Einen Erfolg im Kampf gegen die Betreiberfirma der ähnlich agierenden Seite opendownload.de, die die Fachjury der Initiative „Das Schwarze Schaf“ aufgrund ihrer dreisten Methoden im März zum  „Schwarzen Schaf des Jahres 2009“ gewählt hat, erzielte Ende Mai der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). Auf seine Klage hin untersagte das Landgericht Mannheim der Firma Content Service Ltd. u.a. eine Klausel zu verwenden, mit der Nutzer auf ihr gesetzliches Widerrufsrecht verzichten.

Über die Initiative „Das Schwarze Schaf“:

Um auf unlauteren Handel im Internet und die kriminellen Methoden von Internetbetrügern aufmerksam zu machen und Verbraucher vor den dreistesten Betrügern und Betrugsmaschen im Internet zu warnen, haben die Mitarbeiter von OpSec Security (vormals P4M – Die InternetAgenten) im April 2006 die Initiative „Das Schwarze Schaf“ ins Leben gerufen. Seitdem zeichnen sie monatlich die dreistesten Rechtsverletzungen im Internet mit dem Negativ-Preis „Das Schwarze Schaf“ aus. Dazu wählt OpSec aus allen gemeldeten Fällen von Verbrauchern und Firmen den frechsten Fall aus und ernennt ihn zum „Monatsschaf“. Einmal jährlich ernennt dann eine Jury namhafter Vertreter aus Politik und Wirtschaft aus allen „Monatsschafen“ ein „Jahresschaf“. Veröffentlicht werden die Schwarzen Schafe auf der Homepage www.das-schwarze-schaf.com.

Verbraucher und Unternehmen können OpSec ihre persönlichen Schwarzen Schafe per Fax unter der Nummer + 49 (0) 89 / 79 07 8-333 oder per E-Mail an die Adresse schwarzes-schaf@opsecsecurity.de schicken. Weitere Informationen gibt es unter www.das-schwarze-schaf.com.

Über OpSec:
Die OpSec Security GmbH (vormals P4M GmbH – Die InternetAgenten) mit Sitz in München gehört zur OpSec Security, Inc., einer 100-prozentigen Tochter der OpSec Security Group plc (London AIM: OSG). Als weltweit führender Anbieter von Anti-Fälschungstechnologien sowie von Lösungen und Dienstleistungen für Off- und Online-Markenschutz ist OpSec für mehr als 300 Unternehmen unterschiedlicher Branchen und für über 50 Regierungen weltweit tätig. Die OpSec Gruppe betreibt Produktionsstätten und Forschungseinrichtungen in den USA und in Großbritannien und agiert auf dem amerikanischen, europäischen und asiatischen Markt. Weitere Informationen finden Sie unter: www.opsecsecurity.de