Das "Schwarze Schaf" im März: deinschicksal.cc


Posted on 30. März 2009

München, 30. März 2009. Die Abofalle zählt wohl zu den häufigsten Betrugsmaschen im Internet und stellt somit ein ernstes Problem für Verbraucher dar. Erst kürzlich ließ die Staatsanwaltschaft Frankfurt Hausdurchsuchungen im Rahmen von Ermittlungen gegen Betreiber von Abofallen durchführen. Auch OpSec (vormals P4M – Die InternetAgenten) erhielt in diesem Monat zahlreiche Meldungen von Internetusern, die in eine solche Kostenfalle gelockt wurden.  Als besonders dreist entpuppte sich dabei die Methode der Seite deinschicksal.cc, was die Mitarbeiter von OpSec dazu veranlasste, dem Betreiber dieser Website den Negativ-Preis „Das Schwarze Schaf“ für den Monat März zu verleihen.

Durch den Versand verschiedener Spam-E-Mails, die Nachrichten wie „Sie werden sterben“ enthalten, lockt die Betreiberfirma ahnungslose User auf ihre Seite deinschicksal.cc. Der große Schriftzug „Jetzt Testen“ auf der Startseite erweckt zunächst den Eindruck, man könnte einen kostenlosen Probe-Schicksalstest starten. Dass dies jedoch nicht der Fall ist, erfahren viele User meist erst, wenn sie eine Rechnung erhalten und es zu spät ist. Denn zum einen sind die Kosten in einem Fließtext geschickt versteckt, und zum anderen erhielten betroffene Nutzer selbst dann eine Bestätigungsmail mit einem Passwort sowie anschließend eine Rechnung, wenn sie überhaupt keine Daten angegeben und auch die Allgemeinen Geschäftsbedingungen nicht bestätigt haben. Dies ist technisch möglich, da die Firma beim Einloggen die IP-Adresse feststellen kann. Zahlen User die Rechnung nicht, folgen laut Verbrauchermeldungen Mahnungen und Drohungen. Auffällig ist zudem, dass betroffene User berichten, Mahnungen zu erhalten, obwohl sie die Seite gar nicht besucht haben, was auf einen Datenmissbrauch von Seiten des Betreibers schließen lassen würde. Auch die Widerrufsbestimmungen sind äußerst zweifelhaft. So würde nach Angabe des Betreibers das Widerrufsrecht durch das Einloggen in den geschlossenen Mitgliederbereich vorzeitig erlischen. Dabei beginnt die Ausführung der Dienstleistung, also der Schicksalstest, nicht automatisch mit dem Log in.

„Bei unserer Recherche sind wir auf zahlreiche negative Forenbeiträge von betroffenen Nutzern gestoßen, was zeigt, dass die Seite deinschicksal.cc für großen Ärger sorgt und daher diese Negativ-Auszeichnung zu Recht verdient“, sagt Hubert Neuner, einer der Geschäftsführer von OpSec Security.

Über die Initiative „Das Schwarze Schaf“:

Um auf unlauteren Handel im Internet und die kriminellen Methoden von Internetbetrügern aufmerksam zu machen und Verbraucher vor den dreistesten Betrügern und Betrugsmaschen im Internet zu warnen, haben die Mitarbeiter von OpSec Security (vormals P4M – Die InternetAgenten) im April 2006 die Initiative „Das Schwarze Schaf“ ins Leben gerufen. Seitdem zeichnen sie monatlich die dreistesten Rechtsverletzungen im Internet mit dem Negativ-Preis „Das Schwarze Schaf“ aus. Dazu wählt OpSec aus allen gemeldeten Fällen von Verbrauchern und Firmen den frechsten Fall aus und ernennt ihn zum „Monatsschaf“. Einmal jährlich ernennt dann eine Jury namhafter Vertreter aus Politik und Wirtschaft aus allen „Monatsschafen“ ein „Jahresschaf“. Veröffentlicht werden die Schwarzen Schafe auf der Homepage www.das-schwarze-schaf.com.

Verbraucher und Unternehmen können OpSec ihre persönlichen Schwarzen Schafe per Fax unter der Nummer + 49 (0) 89 / 79 07 8-333 oder per E-Mail an die Adresse schwarzes-schaf@opsecsecurity.de schicken. Weitere Informationen gibt es unter www.das-schwarze-schaf.com.

Über OpSec:

Die OpSec Security GmbH (vormals P4M GmbH – Die InternetAgenten) mit Sitz in München gehört zur OpSec Security, Inc., einer 100-prozentigen Tochter der OpSec Security Group plc (London AIM: OSG). Als weltweit führender Anbieter von Anti-Fälschungstechnologien sowie von Lösungen und Dienstleistungen für Of- und Online-Markenschutz ist OpSec für mehr als 250 Unternehmen unterschiedlicher Branchen und für über 50 Regierungen weltweit tätig. Die OpSec Gruppe betreibt Produktionsstätten und Forschungseinrichtungen in den USA und in Großbritannien und agiert auf dem amerikanischen, europäischen und asiatischen Markt. Weitere Informationen finden Sie unter: www.opsecsecurity.de