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Keine Flaute für Produktpiraten in der Spielzeugindustrie
Posted on 16. Juni 2009
Insgesamt 23 Prozent der 454 Befragten, die an der Online-Umfrage teilgenommen haben, kaufen Spielwaren im Internet. Besonders angesagt als Shopping-Plattformen sind Amazon und eBay – dort kaufen insgesamt 62 Prozent der Spielzeugkäufer ein. Obwohl von gefälschtem Spielzeug erhebliche Gefahren für Kinder ausgehen können, achtet fast ein Drittel der Befragten (31 %) beim Online-Shopping nicht darauf, keine Fälschung zu erwerben. Sechs Prozent der Umfrageteilnehmer, die Spielzeug im Internet kaufen, gaben sogar zu, schon einmal absichtlich gefälschtes Spielzeug erworben zu haben.
Gefahren werden unterschätzt
Erschreckend ist, dass lediglich etwas mehr als die Hälfte der Befragten (59 %) glauben, dass von gefälschten Spielwaren Gefahren, wie zum Beispiel durch giftige Substanzen oder lösende, verschluckbare Teile ausgehen könnten. Dies zeigt, dass viele Verbraucher sehr sorglos im Umgang mit Fälschungen sind, obwohl die Gefahren unter Umständen lebensbedrohlich sein können und immer wieder Meldungen über chinesisches, gesundheitsschädliches Spielzeug durch die Presse gehen. „Trotz der medialen Aufmerksamkeit insbesondere bei Kleinkindspielzeug, das mit Blei belastet ist oder Weichmacher enthält, scheint das Risikobewusstsein im Alltag der Verbraucher noch nicht angekommen zu sein“, sagt Vera Mund, Social Content Specialist bei OpSec Security. „Verbraucher sollten zudem bedenken, dass natürlich auch Qualitätssiegel, die viele Kinderspielwaren tragen und die Vertrauen erwecken, gefälscht werden, so dass diese Siegel nicht unbedingt ein Garant für die Echtheit und Hochwertigkeit der Produkte sind.“
Starker Preisdruck aufgrund der Preissensibilität der Verbraucher
Auf die Frage, warum Spielwarenfälschungen gekauft werden, gaben 84 Prozent aller Umfrageteilnehmer (inkl. der Spielwaren-Nichtkäufer) an, dass die Originalprodukte zu teuer seien. Diese Preissensibilität – insbesondere während der momentanen Wirtschaftskrise – führt dazu, dass der Druck auf seriöse Anbieter immer größer wird, da sie sich gegenüber Fälschern und Grauimporteuren behaupten müssen. Hinzu kommt, dass zwei Drittel der Befragten (66 %) als möglichen Grund für den Kauf von Plagiaten angaben, dass Spielzeug schnell uninteressant wird und daher nicht so lange Verwendung findet. 42 Prozent nannten als weiteren Grund, dass Kinder oft nur mit den neuesten Produkten spielen und altes Spielzeug schnell vernachlässigen. Alarmierend für Markenhersteller ist, dass fast ein Viertel der Befragten (24 %) als möglichen Grund für den Kauf von Fälschungen angaben, dass sowohl die Fälschung als auch das Original oftmals in den gleichen Fabriken in China hergestellt würden. Somit sei es ja egal, was man kauft. Daraus könnte man schließen, dass Konsumenten über ein mangelndes Qualitätsbewusstsein verfügen bzw. glauben, dass eine Fälschung genauso hochwertig sei, wie ein in China produziertes Original-Markenprodukt.
Risikobereitschaft der Verbraucher
In einem Experimentteil sollten die Umfrageteilnehmer entscheiden, zu welchem Preis sie ein Lego Spielzeug (Originalpreis: 89,99 Euro) in einem dubiosen asiatischen Online-Shop kaufen würden. Dass es sich dabei um eine Fälschung handelt, wussten sie zwar nicht, aber aufgrund des unseriös erscheinenden Anbieters lag der Verdacht nahe. Das Ergebnis ist besorgniserregend: Weniger als die Hälfte der Befragten (44 %) hätten den Kauf abgelehnt, die übrigen hätten das Spielzeug bei dem dubiosen Händler gekauft – wobei die meisten Teilnehmer (27 %) sogar zwischen 30 und 60 Euro dafür bezahlt hätten. „Mehr als die Hälfte der Befragten wäre bei dem Test das Risiko eingegangen, eine Fälschung zu erstehen, was gerade in Anbetracht der erheblichen Gefahren, die von gefälschtem Spielzeug ausgehen können, erschreckend ist“, so Vera Mund. Auffällig ist, dass zwei Drittel der Teilnehmer, die zugaben, schon einmal absichtlich gefälschtes Spielzeug im Internet gekauft zu haben, das Spielzeug von Lego im Test als Fälschung erkannt haben – das heißt, dass Fälschungskäufer häufig auch Fälschungserkenner sind.
Die Studie zeigt, dass Unternehmen neben den finanziellen Einbußen durch Produktpiraterie auch mit anderen nicht zu unterschätzenden Problemen zu kämpfen haben. Diese liegen in der Einstellung der Verbraucher zum Kauf von Fälschungen begründet. Zudem wirken sich die Mängel der Fälschungen auch negativ auf das Image der Marke aus, vor allem dann, wenn Verbraucher Fälschungen nicht als solche identifizieren und die schlechte Qualität dem Originalhersteller zuschreiben. Erschreckend ist auch, dass 60 Prozent der Befragten, die schon einmal absichtlich eine Fälschung erstanden haben, denken, dass dies strafbar sei. Daraus ergibt sich, dass Strafen Verbraucher nicht unbedingt vom Fälschungskauf abschrecken würden. Daher können sich Unternehmen nicht darauf verlassen, dass lediglich eine Verbesserung der Gesetzeslage die Schäden durch Marken- und Produktpiraterie einschränken würde. Äußerst wichtig ist, dass sie im Rahmen ihrer Möglichkeiten selbst aktiv werden und gegen den Handel mit Fälschungen vorgehen. „Mit Hilfe unserer verschiedenen, eigens entwickelten Technologien unterstützen wir Markenhersteller dabei, Fälschungen und Graumarktware im Internet aufzuspüren, Auktionen mit illegaler Ware zu stoppen und ihre Vertriebswege abzusichern. So können Unternehmen den Schaden, der durch Marken- und Produktpiraterie entsteht, eindämmen und sie haben die Möglichkeit, strafrechtlich gegen Fälscher und nicht autorisierte Händler vorzugehen“, sagt Vera Mund.
Über OpSec:
Die OpSec Security GmbH (vormals P4M GmbH – Die InternetAgenten) mit Sitz in München gehört zur OpSec Security, Inc., einer 100-prozentigen Tochter der OpSec Security Group plc (London AIM: OSG). Als weltweit führender Anbieter von Anti-Fälschungstechnologien sowie von Lösungen und Dienstleistungen für Off- und Online-Markenschutz ist OpSec für mehr als 300 Unternehmen unterschiedlicher Branchen und für über 50 Regierungen weltweit tätig. Die OpSec Gruppe betreibt Produktionsstätten und Forschungseinrichtungen in den USA und in Großbritannien und agiert auf dem amerikanischen, europäischen und asiatischen Markt. Weitere Informationen finden Sie unter: www.opsecsecurity.de


